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smart



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One sees
clearly only
with the heart.
The essential is
invisible to
the eye
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Happiness is
only real
when
shared
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Die Entstehung des lllustrationismus


Es geschah vor langer Zeit im Herbst 1971 oder Frühjahr 1972. Ich weiß es deshalb nur so ungefähr, weil das Erlebnis in meinem damaligen Pkw, einem Renault R4 stattfand, den ich in diesem Zeitraum besaß. Gegen 23 Uhr, als ich allein in diesem klapprigen Auto die Berliner AVUS aus der Stadt hinaus Richtung Zehlendorf bis zur Ausfahrt Hüttenweg fuhr, erblickte der Illustrationismus das Licht der Welt. Die damals noch unbeleuchtete, zweispurige Autobahn mit einer bis dicht an den Seitenstreifen wuchernden Straßenrandbegrünung, wurde für mich in dieser stockdunklen Nacht zur einmaligen Kulisse ungewöhnlicher Ereignisse. Etwas Orientierung gab lediglich die trübe Beleuchtung von der in die Jahre gekommenen, antiken Fahrzeugscheinwerferbatterie und der im Rückspiegel müde glimmenden Positionslichter des Funkturms. Kein Gegenverkehr, kein anderes Fahrzeug in Sicht. Mein Auto brummte mit ungefähr Tempo 100 Km/h meinem damaligem Zuhause entgegen.


Blitzschnell, von hinten kommend, raste etwas sehr Grelles auf mich zu. Ich sah nur kurz extrem weißes Licht im Rückspiegel, schon durchströmte mich eine Energiewelle und um das fahrende Auto flackerte es bunt in allen Farben. Diese sehr merkwürdige Lichterscheinung schoss dann nach links hinten in den Nachthimmel davon und verschwand.

Diese "Injektion" dauerte nach meinem subjektiven Empfinden ca. fünf Sekunden, der gesamte Ablauf vielleicht zehn Sekunden, mir kam es aber wie eine Ewigkeit vor. Ich war schweißgebadet, fuhr zitternd langsamer, fühlte mich hilflos und ausgeliefert. Kurz darauf war die nächtliche Straße wieder absolut dunkel und einsam, kein anderer Verkehrsteilnehmer weit und breit.

Mir wurde in diesem Moment intuitiv klar, daß dies eine Begegnung mit einer übernatürlichen Macht gewesen sein muss.


<= Acry auf Leinwand 120 x 180 cm / Joachim Gelhaar 1992

Dieses Ereignis, am selben Abend noch Verwandten, später Freunden und Arbeitskollegen mitgeteilt, brachte Hohn, Spott und Ungläubigkeit hervor, sodass ich tatsächlich, man sollte es nicht für möglich halten, diese extreme Begebenheit nach einigen Wochen vergaß und mich sogar später von sogenannten "unwirklichen" Dingen völlig distanzierte, ja sogar "UFO-Gläubige" auslachte. Ein normaler Schutzmechanismus des Gehirns, sollte man meinen, denn wer läuft schon gerne als ein Spinner in der Welt herum. Diese geschickte "Überlebensstrategie" der synapsialen nervlichen Botenstoffe, signifikante Wahrheiten zu eliminieren, gibt mir bis heute viele Anregungen. Ich beschäftige mich aufgrund dieser Geschehnisse oft mit der modernen Neurowissenschaft, denn vorrangig ist es ja auch ein wichtiges politisches Thema, weil im alltäglichen Leben eben auch vieles nicht so ist, wie es scheint.


Die Erinnerung an die kosmischen Lichter, in Steven Spielbergs Film "Die unheimliche Begegnung mit der Dritten Art" teilweise sehr ähnlich dargestellt, erlangte ich erst sehr viel später wieder. Nicht etwa durch diesen Film, den ich Anfang der 80iger Jahre mehrmals fasziniert im Kino sah, sondern als ich einem Bekannten die Mystik der damals aktuellen Kornfeldpiktogramme in Südengland, die mich wegen ihrer geometrischen Ästhetik sehr interessierten, näher brachte. Das war aber erst 1988, also rund siebzehn Jahre später. 



<= Acryl auf Leinwand 100 x 120 cm / Joachim Gelhaar 1992

Auf die naive Frage meines sehr jungen Begleiters, wie denn Ufos überhaupt aussähen, war plötzlich über einen etwas hilflosen Beschreibungsversuch aus dem Spielberg-Film, meine Erinnerung an das selbst Erlebte wieder völlig gegenwärtig. Wir gingen während dieser Unterhaltung bei Regen im Wald spazieren, ich musste mich trotzdem aber erst einmal auf einen feuchten, bemoosten Baumstamm setzen. Es war wie ein Schlag für mich, als ich dieses Erlebnis nach so langer Zeit wieder vor Augen hatte. Was war geschehen, wie geht man mit dergleichen Erlebnissen um - etwas unglaubliches erfahrbar zu machen, also mit Hilfe der Fantasie unerklärliche aber tatsächliche Geschehnisse zu verdeutlichen? Ich habe daraufhin eine Geschichte geschrieben, mit selbst gemalten, großformatigen Leinwandbildern illustriert und gebe sie nun der Öffentlichkeit bekannt. Lest bitte diese phantasievollen Zeilen:

"Um die Exkursion antreten zu können, ist der Reisende am besten schneller als Licht, fliegt so seine Gedankengeschwindigkeit und taucht dann in die Welt der Lichtkugeln ein um von den ersten Sonnenfeldern abgelenkt in einen Raum mit höchster Gravitation zu gelangen. Den Lichtern mit eigener Logik, fast schon als Wesen zu bezeichnen, folgt er in die Mikrowelt und hat bald mehrere Begegnungen mit fremden Sensoren. Verdreifachen die Mächte die Geschwindigkeit im Makroall, gelangt er in die Zwischenwelt und ist nun gleichzeitig zwischen allen Räumen. Hier existieren Wesen die nach Mustern einer recht sonderbaren Zeit tanzen, Ordnung fressen und Zentralmechanismuspsychosen geschickt umgehen. Sie beobachten selten, aber amüsiert, den "Slow Comic" -die Erde, auf der Wesen leben, die eine gewisse Schwierigkeit haben, zu existieren."

Noch langeweile ?


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Alle Gemälde Acryl auf Leinwand (1991)
Originalgrößen ab 80 x 120 cm und 120 x 200 cm





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